
Sechs Dinge, die Sie vor dem Anruf prüfen können
- Betriebsart: Steht die Therme oder die Regelung auf „Sommer“ oder „nur Warmwasser“? Nach einem Stromausfall oder einem Fehlgriff am Display passiert das häufiger, als man denkt.
- Störcode: Blinkt eine Zahl oder ein Buchstaben-Zahlen-Kürzel im Display, notieren Sie es und schauen Sie in der Anleitung nach. Einmaliges Entstören per Reset-Taste ist in Ordnung; wiederholtes Drücken verschleiert nur die Ursache.
- Anlagendruck: Das Manometer an der Therme oder am Kessel sollte im kalten Zustand im grünen Bereich stehen. Darunter schaltet die Anlage ab. Nachfüllen ist über den Füllhahn möglich – langsam, mit Blick auf die Nadel, und nur, wenn Sie den Vorgang kennen.
- Luft: Gluckert es und wird der Heizkörper oben nicht warm, hilft Entlüften mit dem Vierkantschlüssel; danach den Druck erneut kontrollieren.
- Thermostatventil: Bleibt ein einzelner Heizkörper kalt, kann der Stift unter dem Thermostatkopf nach dem Sommer festsitzen. Kopf abschrauben, Stift mit leichtem Druck bewegen – er muss federn.
- Pumpe: Läuft die Umwälzpumpe hörbar? Völlige Stille bei eingeschalteter Anlage deutet auf Pumpe oder Steuerung hin.
Fernwärme: die Übergabestation im Keller
Rund 30 % der Leipziger Gebäude werden mit Fernwärme der Leipziger Stadtwerke beheizt – in der Südvorstadt, in Connewitz, Marienbrunn und Lößnig ebenso wie in den Großsiedlungen Grünau, Paunsdorf-Nord, Schönefeld-Ost, Mockau-Nord und Thekla. Hier gibt es keinen Brenner im Haus, sondern eine Übergabestation: Heißes Wasser aus dem Netz gibt über einen Wärmetauscher Wärme an den Heizkreis des Hauses ab. Bleibt die ganze Wohnung kalt und klagen die Nachbarn ebenfalls, liegt die Störung entweder im Netz – das ist Sache der Stadtwerke, nicht eines Sanitärbetriebs – oder in der Station selbst: Regler, Stellventil, Umwälzpumpe des Hausnetzes, verschmutzter Wärmetauscher. Für den Teil hinter dem Übergabepunkt ist der Hauseigentümer zuständig, und dort kann ein Heizungsbetrieb arbeiten. Als Mieter wenden Sie sich zuerst an die Hausverwaltung oder Genossenschaft, die weiß, wer die Station betreut.
Gastherme im Gründerzeithaus
In den Altbauvierteln von Reudnitz-Thonberg bis Altlindenau hängt oft in jeder Wohnung eine eigene Gasetagenheizung. Typische Gründe für kalte Heizkörper: Die Zündung versagt (Störcode), der Wasserdruck ist zu niedrig, weil das Ausdehnungsgefäß nachlässt, der Wärmetauscher ist im harten Leipziger Wasser verkalkt, oder die Pumpe läuft nach dem Sommerstillstand nicht an. Riecht es dabei nach Gas, gelten andere Regeln – siehe unseren Artikel zum Verhalten bei Gasgeruch.
Wann der Heizungsnotdienst gefragt ist
Wenn der Störcode nach einem Reset zurückkommt, der Druck trotz Nachfüllen wieder fällt, Wasser unter der Therme steht oder bei Minusgraden die ganze Anlage ausfällt. Dann vermittelt Seibel365 Ihnen in Leipzig einen Heizungsbetrieb aus unserem Partnernetzwerk, der Gasthermen, Kessel und Hausstationen kennt – auch nachts und am Wochenende. Die Kosten des Einsatzes werden vor Arbeitsbeginn mit dem Betrieb besprochen. Zur Leistungsseite: Heizungsnotdienst Leipzig.
